Panikattacke: Was hilft sofort? Rat aus dem Münsterland

Was im Moment hilft – und was danach

Panikattacke: Was hilft sofort? – ein Herz mit Pulslinie neben dem Ruheraum der Praxis mental-medic

Kurz gesagt: In der Panikattacke hilft es, langsam auszuatmen, den Blick nach außen zu lenken und sich zu sagen: Das geht vorbei. Danach lohnt es sich, körperliche Ursachen ärztlich abklären zu lassen und an den Auslösern zu arbeiten. Hypnose kann ein Weg sein, an diesen Auslösern zu arbeiten – sie ersetzt aber keine ärztliche Abklärung.

Was passiert bei einer Panikattacke?

Eine Panikattacke kommt oft wie aus dem Nichts. Das Herz rast, die Brust wird eng, die Hände kribbeln, manchmal wird einem schwindelig. Viele denken in diesem Moment, sie bekämen einen Herzinfarkt oder würden verrückt.

Was dabei abläuft, ist ein uralter Alarm. Der Körper schaltet auf Flucht oder Kampf, obwohl keine echte Gefahr da ist. Das fühlt sich bedrohlich an. Eine Panikattacke erreicht aber meist nach wenigen Minuten ihren Höhepunkt und klingt dann wieder ab, auch wenn es sich im Moment endlos anfühlt.

Wichtig: Wenn Sie solche Beschwerden zum ersten Mal haben oder unsicher sind, ob es wirklich Panik ist, rufen Sie den Notruf 112 oder lassen Sie sich ärztlich untersuchen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Was hilft im Moment der Panik?

Es gibt keinen Trick, der immer funktioniert. Diese Schritte haben vielen unserer Klientinnen und Klienten aber geholfen, die Welle besser zu überstehen:

  1. Langsam ausatmen. Atmen Sie ruhig ein und deutlich länger aus, als Sie eingeatmet haben. Das lange Ausatmen signalisiert dem Körper, dass er herunterfahren darf.
  2. Den Blick nach außen lenken. Benennen Sie leise, was Sie sehen: fünf Dinge im Raum, ihre Farben, ihre Formen. Das holt die Aufmerksamkeit aus dem Gedankenkarussell.
  3. Den Körper spüren. Drücken Sie die Füße fest in den Boden oder halten Sie etwas Kaltes in der Hand. Das gibt Halt.
  4. Sich selbst etwas Freundliches sagen. Zum Beispiel: „Das ist eine Panikattacke. Sie ist unangenehm, aber sie geht vorbei.“
  5. Nicht sofort flüchten. Wenn es sicher ist, bleiben Sie, wo Sie sind, bis die Welle abebbt. Wer jedes Mal flieht, lernt: Ohne Flucht hätte ich es nicht geschafft.

Warum kommen die Attacken immer wieder?

Nach der ersten Panikattacke entsteht oft die Angst vor der nächsten. Man achtet stärker auf jeden Herzschlag und meidet Orte, an denen es schon einmal passiert ist: den Supermarkt, die Autobahn, volle Räume. So wird das Leben Stück für Stück enger.

Fachleute sprechen dann manchmal von Agoraphobie. Gemeint ist die Angst vor Situationen, aus denen man nicht schnell herauskommt oder in denen keine Hilfe da wäre. Viele unserer Klientinnen und Klienten kamen genau an diesem Punkt zu uns – wenn sie merkten, dass sie sich immer mehr zurückziehen.

Was hilft auf Dauer?

Damit Panikattacken seltener werden, hilft es, an zwei Stellen anzusetzen:

  • Körperliche Ursachen ausschließen. Herzrasen oder Schwindel können auch körperliche Gründe haben, etwa am Herzen oder an der Schilddrüse. Das sollte zuerst ärztlich abgeklärt sein.
  • An den Auslösern arbeiten. Oft steckt hinter der Panik ein Gefühl, das lange keinen Platz hatte: Überforderung, alte Ängste, Druck. Wer diese Zusammenhänge versteht und verändert, kann der Panik die Grundlage nehmen.

Hypnose ist ein Weg, an dieser zweiten Stelle anzusetzen. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Setzen Sie Medikamente nie ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Wie kann Hypnose bei Panikattacken unterstützen?

In der Hypnose sind Sie tief entspannt, bleiben aber ansprechbar und behalten die Kontrolle. Sie müssen die Panik dabei nicht noch einmal durchleben. Stattdessen arbeiten wir mit dem Unterbewusstsein daran, wie Ihr Körper auf bestimmte Situationen reagiert – und an den Gefühlen, die dahinterstehen.

Viele Klientinnen und Klienten berichteten uns, dass sie nach den Sitzungen wieder Dinge getan haben, die sie lange gemieden hatten. Versprechen kann das niemand, denn jeder Mensch ist anders.

Was können Angehörige tun?

Für Partner, Eltern oder Freunde ist eine Panikattacke oft genauso erschreckend. Am meisten hilft Ruhe. Bleiben Sie in der Nähe, sprechen Sie langsam und atmen Sie selbst ruhig und hörbar aus – viele Betroffene atmen dann unbewusst mit.

Vermeiden Sie Sätze wie „Reiß dich zusammen“ oder „Da ist doch nichts“. Für den Betroffenen ist die Angst in diesem Moment sehr real. Besser ist: „Ich bin da. Das geht vorbei.“

Und auf Dauer: Nehmen Sie Ihrem Angehörigen nicht alles ab, was er meidet. Das ist gut gemeint, kann die Vermeidung aber verstärken. Ermutigen Sie lieber dazu, sich Unterstützung zu holen.

Wer behandelt Panikattacken bei mental-medic?

Ängste, Panikattacken und Phobien behandeln bei uns ausschließlich unsere Hypnosetherapeutinnen und -therapeuten, nicht die Hypnose-Coaches. Ängste und Phobien sind der Schwerpunkt unserer Praxis.

Die erste Sitzung ist eine Doppelsitzung: zuerst ein ausführliches Vorgespräch über Ihre Attacken, mögliche Auslöser und gemiedene Situationen, danach direkt die erste Hypnose. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, legen wir gemeinsam fest. Wenn Sie kaum noch aus dem Haus kommen, sind nach Absprache auch Hausbesuche möglich.

Gibt es ein Beispiel aus der Praxis?

Mit Panik an der Supermarktkasse kommen immer wieder Klientinnen und Klienten zu uns, auch in unsere Praxis in Rheine. Fast immer steckt mehr dahinter als der Supermarkt: Die Panik zeigt sich auch in engen Räumen, im Stau oder in anderen Situationen, aus denen man nicht schnell herauskommt. Viele beschreiben es als das Gefühl, eingeengt zu sein und nicht wegzukommen – ein Gefühl von Kontrollverlust. Genau an diesem Gefühl setzen wir in den Sitzungen an, nicht nur an der einzelnen Situation an der Kasse.

So machen wir es bei mental-medic

Wir nehmen uns im Vorgespräch Zeit für Ihre Geschichte und erklären Ihnen genau, was in der Hypnose passiert. Erst wenn Sie sich sicher fühlen, beginnen wir. In der Regel bekommen Sie zeitnah einen ersten Termin.

Unsere Praxen in Heiden, Rheine und Ahaus sind aus dem ganzen Münsterland gut erreichbar, auch aus dem Emsland.

Mehr lesen: Hypnose bei Panikattacken und Agoraphobie · Hypnose gegen Angst · Preise & Pakete · Termin online buchen

Häufige Fragen

Ist eine Panikattacke gefährlich?

Eine Panikattacke fühlt sich bedrohlich an, klingt aber von selbst wieder ab. Treten die Beschwerden zum ersten Mal auf oder sind Sie unsicher, rufen Sie bitte den Notruf 112 oder lassen Sie sich ärztlich untersuchen.

Brauche ich für die Hypnose eine Überweisung?

Nein. mental-medic ist eine Privatpraxis, Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Wir rechnen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.

Was kostet eine Sitzung?

Eine Sitzung von etwa 45 bis 60 Minuten kostet bei unseren Hypnosetherapeutinnen in Rheine 145 € und bei Arno Ostendorf 180 €. Die erste Sitzung wird wegen des Vorgesprächs als Doppelsitzung berechnet.

Muss ich in der Hypnose die Panik noch einmal erleben?

Nein. Sie sind tief entspannt, bleiben ansprechbar und behalten die Kontrolle. Eine Panikattacke müssen Sie dabei nicht erneut durchleben.

Muss ich meine Medikamente absetzen?

Nein. Setzen Sie Medikamente bitte nie ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.

Arno Ostendorf

Inhaltlich geprüft von Arno Ostendorf
Hypnosetherapeut, Heilpraktiker für Psychotherapie und Dozent für Hypnose. Inhaber von mental-medic – Privatpraxis für Hypnosetherapie in Heiden, Rheine und Ahaus im Münsterland, über 20 Jahre Erfahrung.
Zuletzt geprüft: 08.11.2026

Sie möchten an Ihren Panikattacken arbeiten? Vereinbaren Sie ein Vorgespräch in Heiden, Ahaus oder Rheine. Wir freuen uns auf Sie!

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Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung. Wir geben keine Heilversprechen.